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Erlebniswelt Krauschwitz

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Saunadorf

Unser gemütliches Saunadorf ...Saunadorf

... besteht aus einem kleinen Ensemble von Schrotholzhäusern, welche in Form eines kleinen Bauernhofes angelegt ist.

In diesen Häuser (Schrotholzsauna, Torhaus und Rauchsauna) können verschiedene Saunen genutzt werden.

Zur Geschichte der Schrotholzhäuser

Kleiner Auszug aus der Geschichte und Bauweise der Schrotholz-Häuser: Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestimmte in der Lausitzer Heide der Massivholz-Blockbau das Bild der Dörfer. Am häufigsten kommt er heute noch in den Rückzugsgebieten wie Spreewald und Oberlausitzer Bergland - in letzterem als Bauelement des Umgebindehauses - vor. Was viele aber nicht wissen, der Holzblockbau wurde in weiten Teilen Europas seit Menschengedenken zum Bauen von Häusern und sogar Kirchen verwendet. Vor allem in den waldreichen slawischen Siedlungsgebieten wurde an dieser traditionellen Bauweise lange festgehalten. Nach einer Statistik von 1929 gab es in West- und Oberschlesien zu dieser Zeit noch 130 Schrotholzkirchen.

Saunadorf Ansicht 2Das ehemals sorbische Siedlungsgebiet - die Lausitzer Heide - bildete eine ganz besondere Form dieser Blockbauweise heraus: den Schrotholzblockbau. So genannt, weil die Wandbalken mit der Schrotaxt zu Balken mit viereckigem Querschnitt 'geschrotet' wurden. Anders wie in vielen Blockbau-Gegenden, wo man durchaus dünnere Stämme zum Hausbau verwendete, die nur an den Auflageflächen geglättet wurden, weshalb außen oft die runde Baumkante zu sehen war.

Für den Bau der Häuser wurde in der Lausitz ausschließlich Kiefernholz verwendet. Das hatte verschiedene Vorteile: das Kiefernholz wuchs quasi vor der Haustür; darüber hinaus besitzt es durch den Harzgehalt einen natürlichen Holzschutz. Die als Bauholz ausgewählten Stämme wurden drei bis vier Jahre vor dem Fällen geringelt. Das heißt, das saftführende Kambrium wurde unterhalb der Krone durchtrennt, wodurch es zu einem Saftstau im übrigen Stamm kam, infolge dessen der Baum abstarb und dabei verkiente. In dem harzigen Holz konnten sich im Allgemeinen keine Schädlinge halten. Außerdem verhinderte das Verfahren das Austrocknen. Nach weiterem Behauen mit dem Schrotbeil und einem weiteren Jahr austrocknen, konnten die Balken zum Hausbau verwendet werden. Markant sind bei der hiesigen Bauweise die glatten Hauswände und die überstehenden Holzbalken an den Hausecken. Diese Überblattung gab den Wänden den nötigen Halt.Saunadorf Ansicht 3

Ende des 19. Jahrhunderts wurden durch findige Zimmerleute neue Holzverbindungen eingeführt, wodurch auch glatte Hausecken möglich wurden. Bei guten Bedingungen (trockener Untergrund, intaktes Dach) ist das Alter eines solchen Hauses fast unbegrenzt. Es gibt heute Häuser, die 300 Jahre alt sind und deren Balken sich noch in einem erstklassigen Zustand befinden. Erst vor etwa einem Jahrhundert wurden die Schrotholzhäuser in den ländlichen Gebieten der Lausitz allmählich durch den Ziegelrohbau ersetzt. Die 'alten Hütten' galten als unmodern und mussten oft zu unrecht den Ziegelbauten weichen. Die letzten in traditioneller Bauweise hergestellten Holzhäuser wurden in der Muskauer Gegend um 1890 errichtet.

Seit 2008 wurde diese Bauweise wieder aufgegriffen und es entstand der Schrotholz-Sauna-Hof. Mit diesem traditionell gebauten Hof ist Krauschwitz um eine handwerklich einmalige und touristisch anspruchsvolle Attraktion reicher geworden.